Marion Potz, geb. 1978, lebt und arbeitet in Wien
Der Mensch und seine Umwelt.
Die Umwelt, die Natur, das Tier und der Mensch.
Das Tier als Stellvertreter/ Das Tier als Totemtier.
Die Technologien
Der Klimawandel
Zwischen Figuration und Abstraktion, die Bildfläche als Erinnungsraum.
Biomorphe Figuren, deren Formen uneindeutig bleiben.
Ich bin ein Fan von Donna Harraway, die unser Verhältnis zu anderen Lebewesen neu denkt, indem sie den Menschen nicht als isoliertes Zentrum der Welt versteht, sondern als Teil eines dichten Netzes aus Beziehungen zwischen Spezies, Technologien und Umwelten.
Sie drängt uns dazu, neue Geschichten zu erzählen, die Welt als ein Geflecht von „mehr-als-menschlichen“ Verwandtschaften zu begreifen.
Seit meinem Studium beschäftige ich mit unserer Umwelt, Tieren als Stellvertreter oder Schutzahnen, Mensch-Tier-Relationen und in den letzten Jahren mit sozialkritischeren Themen, Social Media Abhängigkeiten und dem bedrückenden Klimawandel und damit einhergehenden Aussterben der Arten. In meinen Bildern scheint die Bildwelt oft zu kippen, es entsteht der Eindruck dass Mensch und Natur nicht getrennt sind, sondern ineinander übergehen. Die Arbeiten zeigen eher Zustände als das sie Geschichten erzählen, psychische und biologische Prozesse, ineinander verwoben, aber bewusst uneindeutig.
Die Globalisierung und damit verbundene soziale Ungerechtigkeit, der Klimawandel und der Verlust von Biodiversität beschäftigen mich, auch wenn die Situation im Moment überfordernd scheint, halte ich mich gerne an Harraways Aufruf „staying with the trouble“, nicht „die Welt retten“, sondern lernbar und verantwortbar in kaputten, verstrickten Welten leben.
Marion Potz, born in 1978, lives and works in Vienna
Humans and their environment.
The environment, nature, animals, and humans.
The animal as a representative / The animal as a totem.
Technologies
Climate change
Between figuration and abstraction, the picture plane as a space of memory.
Biomorphic figures whose forms remain ambiguous.
I am a fan of Donna Haraway, who rethinks our relationship to other living beings by understanding humans not as the isolated center of the world, but as part of a dense network of relationships between species, technologies, and environments. She urges us to tell new stories, to understand the world as a web of “more-than-human” kinships.
Since my studies, I have been engaged with our environment, animals as representatives or guardian ancestors, human-animal relations, and in recent years with more socially critical themes, social media dependencies, and the oppressive climate change and the accompanying extinction of species. In my images, the visual world often seems to shift; the impression arises that humans and nature are not separate, but merge into one another. The works depict states rather than telling stories—psychological and biological processes, interwoven yet deliberately ambiguous.
Globalization and the social injustice associated with it, climate change, and the loss of biodiversity are issues that concern me. Even though the situation seems overwhelming at the moment, I like to follow Haraway’s call to “stay with the trouble”—not to “save the world,” but to learn to live responsibly in broken, entangled worlds
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